Der Chef ist Engpass warum (ohne dass es „deine Schuld“ ist)
Viele reden von mehr Reichweite.
Schreiner brauchen profitable Aufträge und einen Betrieb, der ohne Chef-Feuerwehr läuft.
Wenn alles über dich läuft, wird’s automatisch eng:
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Du bist die schnellste Problemlösung.
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Du kennst alle Details.
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Du willst Qualität liefern.
Das ist handwerklich ehrenwert.
Aber betriebswirtschaftlich teuer.
Key Takeaways
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Du entlastest dich nicht mit „mehr Disziplin“, sondern mit Klarheit.
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Der schnellste Hebel ist ein Klarheits-Check: Unterbrechungen, Entscheidungen, Übergaben.
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Drei Schritte lösen 80% des Drucks: Klarheit, Fokussierung, Vereinfachung.
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Der Value Call bringt dir 1–2 konkrete Hebel, passend zu deinem Betrieb.
Hook: 60–70 Stunden/Woche und trotzdem hängt alles an dir
Angebote stapeln sich.
Du kommst nicht dazu, in Ruhe zu kalkulieren.
Mitarbeiter kommen ständig „mal kurz“ rein.
Du löschst Feuer. Den ganzen Tag.
Und abends fragst du dich, warum trotz Arbeit ohne Ende so wenig übrig bleibt.
Nach diesem Artikel weißt du genau, welche 3 Hebel du als Nächstes anpackst.
Und du kannst in 15 Minuten prüfen, wo du gerade am meisten Zeit verbrennst.
Problem-Validierung: So sieht der Flaschenhals im Alltag aus
Du bist der Flaschenhals, wenn einer dieser Punkte regelmäßig stimmt:
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Ohne dich wartet die Werkstatt auf Entscheidungen.
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Baustellen laufen, bis ein Sonderfall kommt. Dann ruft jeder dich.
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Angebote dauern, weil ständig Infos fehlen.
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Reklamationen landen bei dir, weil „du das am besten kannst“.
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Du arbeitest abends Büro, weil tagsüber keine Ruhe ist.
In vielen Betrieben sind 20–30% der Aufträge „Mühe ohne Marge“.
Nicht weil das Team schlecht ist. Sondern weil Reibung Zeit frisst.
Klarheits-Check: In 15 Minuten bekommst du Klarheit und Hinweise, wo du Zeit verlierst
Das hier ist kein Theorie-Check.
Das ist Werkstatt-Realität auf Papier.
Nimm einen Zettel. Stell einen Timer. Los.
Teil 1: Unterbrechungs-Log (5 Minuten)
Schreib aus dem Kopf die letzten 2–3 Arbeitstage runter.
Liste 10 typische Unterbrechungen:
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„Kannst du kurz…?“
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„Wo ist…?“
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„Was soll ich bei Kunde X…?“
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„Welches Material nehmen wir…?“
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„Der Kunde will doch noch…“
Dann markierst du jede Unterbrechung mit einem Grund:
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Info fehlt (z. B. Maße, Zeichnung, Material)
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Entscheidung fehlt (z. B. Preis, Termin, Sonderlösung)
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Standard fehlt (z. B. Aufmaß, Abnahme, Montageablauf)
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Zuständigkeit fehlt (niemand fühlt sich verantwortlich)
Merke: Wenn du hier schon Muster siehst, hast du deinen Hebel.
Teil 2: Entscheidungs-Matrix A/B/C (5 Minuten)
Jetzt kommt der wichtigste Punkt gegen „Chef als Flaschenhals“.
Nimm die 10 Unterbrechungen und ordne zu:
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A = Muss Chef entscheiden
Geld, Risiko, Sonderfälle, heikle Kunden. -
B = Darf das Team entscheiden (mit Grenze)
Im Rahmen, klarer Spielraum. -
C = Läuft immer nach Standard
Ohne Rückfrage.
Dann schreibst du bei B genau eine Grenze dazu:
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„Bis 150 € Zusatzmaterial ohne Rückfrage“
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„Bis 30 Minuten Mehraufwand“
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„Wenn X passiert, dann Y“
Wenn du das einmal sauber machst, fällt dir ein riesiger Stein vom Rücken.
Teil 3: Engpass-Landkarte (5 Minuten)
Jetzt findest du den echten Engpass. Nicht den lauten.
Schreib 3 Spalten:
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Vor dir (was muss fertig sein, bevor du dran kannst?)
z. B. Aufmaß, Fotos, Kundendetails, Zeichnung, Maße, Materialwunsch. -
Bei dir (was bleibt bei dir hängen?)
z. B. Kalkulation, Sonderlösung, Termin, Preisnachlass, Rekla. -
Nach dir (wo warten andere auf deine Freigabe?)
z. B. Bestellung, Zuschnitt, Montageplanung, Kundenfeedback.
Markiere pro Spalte den größten Zeitfresser.
Das Ergebnis ist dein Klarheits-Check in einem Satz:
„Ich bin Engpass, weil ____________.“
Damit kannst du sofort arbeiten.
Lösungs-Framework: 3 Schritte, die dich entlasten
Schritt 1: Klarheit (Regeln statt Rückfragen)
Klarheit ist die Basis. Ohne die wird alles Chaos.
Das kannst du konkret tun:
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Hänge die A/B/C-Regeln sichtbar auf.
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Definiere 3 B-Grenzen (mehr brauchst du am Anfang nicht).
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Lege fest: Wer sammelt Fragen, wer bringt sie in den Chef-Block?
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Bau eine „Stop-Regel“: Unterbrechen nur bei Stillstand oder Sicherheitsrisiko.
Schritt 2: Fokussierung (Blöcke statt Dauer-Feuerwehr)
Du brauchst Ruheblöcke, sonst läuft dein Kopf im Leerlauf heiß.
Das kannst du konkret tun:
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Setze 2 feste Chef-Blöcke täglich:
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Angebote/Kalkulation
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Entscheidungen/Abstimmung
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Alles dazwischen läuft über Sammelliste.
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Eine Regel: Keine Angebotserstellung zwischen Tür und Angel.
Schritt 3: Vereinfachung (Standards statt Erklären)
Standards sind kein Handbuch.
Standards sind: „So machen wir’s, damit’s sauber läuft.“
Das kannst du konkret tun:
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Erstelle 3 Ein-Seiten-Standards:
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Aufmaß
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Angebot
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Abnahme/Montage
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Nimm echte Fehler der letzten 4 Wochen als Grundlage.
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Definiere „fertig, wenn…“ für jeden Standard.
TRUST-BOX: Was sich messbar ändert
Wenn du Klarheit, Fokus und Standards durchziehst:
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Du bekommst weniger Preisdrücker, weil Angebote sauberer werden.
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Du hast mehr qualifizierte Anrufe, weil Antworten schneller kommen.
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Du erhöhst die Angebotsquote, weil Nachfassen strukturiert ist.
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Du gewinnst realistisch 5–10 Stunden pro Woche, weil Unterbrechungen und Nacharbeit sinken.
Sofort-Umsetzung in 15 Minuten (ohne Software, Agentur, Tools)
Wenn du heute nur eins machst, dann das:
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Schreibe 10 Unterbrechungen auf.
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Ordne sie A/B/C zu und setze eine Grenze bei B.
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Lege für morgen einen Chef-Block fest (30–60 Minuten).
Das reicht, um morgen anders zu starten.
Praxisbeispiel aus dem Schreiner-Alltag
Ausgangslage:
28 offene Angebote. Abschlussquote 12%. Chef 65 Std/Woche.
Viele Sonderwünsche, viele Rückfragen, wenig Ruhe.
Fehler:
Keine Regeln. Alles Chef-Sache. Angebote nebenbei. Standards fehlten.
Änderung:
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A/B/C eingeführt. B-Grenze: bis 150 € oder 30 Minuten ohne Chef.
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Zwei Chef-Blöcke pro Tag.
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Ein-Seiten-Standard für Aufmaß und Abnahme.
Ergebnis (nach 6 Wochen):
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Unterbrechungen deutlich runter.
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Angebote schneller raus, weniger Korrekturen.
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Abschlussquote von 12% auf 31%.
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Plus: 2 lukrative Aufträge/Monat durch besseren Fokus.
Typische Fehler + Gegenmaßnahmen (Tabelle)
| Fehler | Warum problematisch | Bessere Lösung |
|---|---|---|
| „Jeder fragt den Chef“ | Chef verliert Fokus, Team wird passiv | A/B/C-Regeln + B-Grenzen |
| Angebote nebenbei | Fehler, falsche Preise, Stress | Fixe Angebotsblöcke |
| Keine Standards | Nacharbeit, Reklamationen, Rückfragen | 3 Ein-Seiten-Standards |
| Unterbrechen jederzeit | Kontextwechsel frisst Stunden | Sammelliste + Entscheidungsfenster |
| Verantwortung abgeben ohne Grenzen | Chaos und Unsicherheit | Spielräume klar definieren |
Einwände: „Keine Zeit“, „Zu teuer“, „Geht bei mir nicht“
„Keine Zeit“
Verständlich. Du bist am Anschlag.
Klarstellung: Der Klarheits-Check dauert 15 Minuten.
Kleinster nächster Schritt: Teil 2 A/B/C für 10 Unterbrechungen.
„Zu teuer“
Verständnis: Jeder Euro muss arbeiten.
Klarstellung: Du brauchst dafür kein neues Tool und keine Beratung.
Kleinster nächster Schritt: Eine B-Grenze festlegen und testen.
„Geht bei mir nicht“
Verständnis: Team, Kunden, Baustellen sind bei jedem anders.
Klarstellung: Du baust kein System. Du baust eine Regel.
Kleinster nächster Schritt: Aufmaß-Standard auf einer Seite.
CTA: Kostenloser Value Call
Hier gelangst du zum Kostenlosen Value Call (Klarheit in 45 Minuten)
Wenn du willst, gehen wir das gemeinsam durch.
Im kostenlosen Value Call passiert Folgendes:
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Wir schauen auf deinen Klarheits-Check: Unterbrechungen, Entscheidungen, Engpass-Landkarte.
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Wir identifizieren 1–2 Hebel, die bei dir am meisten Entlastung bringen.
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Du gehst mit einem klaren Plan raus. Ohne Verkaufsdruck.
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Keine Abo-Modelle. Keine Agentur-Schleife. Klarer Handwerksfokus.
Wenn du gerade 60–70 Stunden arbeitest, ist Klarheit nicht „nice to have“.
Klarheit ist der erste Schritt zurück zu Luft und Marge. Hier geht´s zum Klarheits-Check
Fazit
Chef als Flaschenhals ist ein Muster, kein Schicksal.
Mit Klarheit, Fokus und Standards wird dein Betrieb ruhiger.
Du gewinnst Zeit, weil weniger Rückfragen und weniger Nacharbeit entstehen.
Mach heute den Klarheits-Check.
Und wenn du willst: Hol dir im Value Call 1–2 Hebel, die wirklich passen.
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Format-Tipp
Mach den Klarheits-Check jede Woche einmal.
Immer freitags 15 Minuten.
Dann steuerst du den Betrieb, statt dass er dich steuert.
FAQ im Artikel
Was ist der „Klarheits-Check“ genau?
Der Klarheits-Check ist eine 15-Minuten-Übung, die deine Zeitfresser sichtbar macht. Du listest typische Unterbrechungen, ordnest sie per A/B/C (Chef, Team mit Grenze, Standard) und zeichnest eine Engpass-Landkarte. Damit siehst du, warum du dauernd gebraucht wirst. Und du findest den schnellsten Hebel zur Entlastung.
Wie viele Regeln brauche ich, damit das funktioniert?
Weniger als du denkst. Starte mit 3 B-Grenzen und 1 Sammelliste. Mehr macht am Anfang nur Chaos. Wenn das sitzt, baust du den nächsten Standard. Der Trick ist Konsequenz, nicht Komplexität.
Welche Entscheidungen sollten wirklich beim Chef bleiben?
Alles mit Geld, Risiko und Kundenbindung. Also Preisnachlässe, Sonderkonstruktionen mit Haftungsrisiko, heikle Termine und schwierige Kunden. Alles, was oft vorkommt und wenig Risiko hat, gehört ins Team mit klarer Grenze oder in einen Standard.
Was bringt mir ein Value Call, wenn ich schon weiß, dass ich zu viel arbeite?
Du bekommst Klarheit, wo genau der Engpass sitzt und was als erstes wirkt. Viele Inhaber packen am falschen Hebel an. Im Call sortieren wir deinen Klarheits-Check und legen 1–2 Maßnahmen fest, die in deinem Betrieb realistisch umsetzbar sind. Ziel ist Entlastung, nicht Theorie.
Wie schnell kann ich wirklich 5–10 Stunden pro Woche gewinnen?
Wenn du Unterbrechungen reduzierst und Standards einführst, geht es oft innerhalb von 2–6 Wochen spürbar. Nicht jede Woche ist gleich, aber der Trend ist klar: weniger Kontextwechsel, weniger Nacharbeit, mehr Ruhe. Entscheidend ist, dass du die A/B/C-Regeln wirklich lebst und nicht nach zwei Tagen wieder einknickst.
D) FAQ (separat, normaler Text)
Frage: Wie mache ich den Klarheits-Check am schnellsten?
Antwort: Liste 10 Unterbrechungen auf, ordne sie A/B/C zu und setze bei B eine klare Grenze. Danach zeichnest du die Engpass-Landkarte mit „Vor mir / Bei mir / Nach mir“. Das dauert 15 Minuten und zeigt dir sofort, wo du Zeit verlierst.
Frage: Was ist der Unterschied zwischen B und C in der A/B/C-Regel?
Antwort: B heißt: Das Team entscheidet selbst, aber innerhalb eines klaren Rahmens. C heißt: Es gibt einen Standard, der ohne Rückfrage immer gilt. Ziel ist, möglichst viel von A nach B oder C zu verschieben.
Frage: Wie läuft der Value Call ab?
Antwort: Wir schauen auf deine Unterbrechungen, deine A/B/C-Einteilung und die Engpass-Landkarte. Daraus leiten wir 1–2 Hebel ab, die bei dir die größte Entlastung bringen. Du gehst mit einem konkreten nächsten Schritt raus, ohne Verkaufsdruck.
Frage: Muss ich dafür Prozesse einführen wie ein großer Betrieb?
Antwort: Nein. Du brauchst Mini-Standards auf einer Seite und klare Spielräume. Kleine Teams profitieren am meisten von Klarheit, weil jeder schnell handeln muss. Wenige Regeln, sauber umgesetzt, schlagen jedes „Handbuch“.
Frage: Woran merke ich, dass es funktioniert?
Antwort: Weniger Unterbrechungen, weniger Nacharbeit, Angebote gehen schneller raus und Entscheidungen fallen ruhiger. Das Team wird selbstständiger, weil es weiß, was es darf. Und du hast wieder Luft für Kunden, Kalkulation und Führung.




